Friedensprojekt Ostseeraum

russischer englischer Text dänischer Text schwedischer Text  polnischer Text  finnischer Text
Anlässlich des 10 jährigen Jubiläums des „Eckernförder Weihnachtsfriedens“ erweitert sich diese Initiative zum
Friedensprojekt Ostseeraum
— eine alte Tradition wird neu belebt:
1320 erstmalig belegt: Die Verkündigung des Weihnachtsfriedens in Turku (Finnland).
Seit 1903 wird die Tradition in der jetzigen Form durchgeführt: alljährlich am Heiligabend um 12 Uhr mittags spricht der Direktor der Stadtverwaltung von Turku vom Balkon des Rathauses die mittelalterliche Grußbotschaft, die heutzutage in Radio und Fernsehen übertragen wird. Seit 1946 gibt es den Brauch auch in Tornio, Nordfinnland.

1632 wurde die sechsjährige Christina nach dem Tod ihres Vaters Gustav Adolf Königin von Schweden, Großfürstin von Finnland, Herzogin von Estland und Karelien. Sie gilt als eine treibende Kraft bei den Friedensverhandlungen zur Beendigung des 30jährigen Krieges. Den Brauch der Verkündigung des Weihnachtsfriedens führte sie in ihrem gesamten Herrschaftsbereich ein.
1993 wurde die Tradition in Estland nach längerer Pause wieder belebt.

2008 erlangte die Eckernförderin Christiane Feuerstack Kenntnis von dieser Tradition und griff sie in verwandelter Form auf. Seitdem versammeln sich jedes Jahr am 24.12. um 11 Uhr (MEZ), zeitgleich mit der Verkündigung des Weihnachtsfriedens in Finnland und Estland (12 Uhr OEZ) viele Menschen am Ostseestrand von Eckernförde zu einem „Weihnachtsfrieden-Ritual“, bei dem unter anderem Lieder in verschiedenen Sprachen des Ostseeraumes gesungen werden.
Ort des Rituals ist das symbolträchtige Kunstwerk des lettischen Künstlers Ojars Petersons „Brücke über das Meer“, dessen Gegenstück sich in Riga befindet. Im Sinne dieser virtuellen Brücke sollen bei dem Ritual „Lichtbrücken“ über der Ostsee entstehen, die die neun Ostseeanrainerländer miteinander verbinden. Es werden neun Fackeln entzündet und ausgewählte Küstenstädte gegrüßt: Danzig, Kaliningrad, Klaipeda, Riga, Tallinn, St. Petersburg, Helsinki, Turku, Stockholm, Kopenhagen und: Eckernförde!

2018 feiert der „Eckernförder Weihnachtsfrieden“ sein 10jähriges Jubiläum!
Was vor zehn Jahren in kleinem Kreis begann, ist inzwischen so groß geworden, dass in den letzten Jahren selbst bei widrigsten Wetterbedingungen über 50 Menschen teilgenommen haben. Ein weiteres Wachstum an diesem Ort würde den Rahmen der bisherigen Form vermutlich sprengen. Darum wünschen wir uns die weitere Vermehrung in Form von Ablegern, die sich zur selben Zeit von ihrem jeweiligen Ort aus einklinken. Es ist wenig Aufwand nötig, um eine feine Energie des Friedens zu aktivieren! Zwei bis drei Menschen genügen, um etwas zu beginnen, was je nach eigener Phantasie und Möglichkeiten gestaltet werden kann. Schön wäre es, voneinander zu wissen und alle Initiativen innerlich einzubeziehen.

Lichtbrücken /Bewusstseins-Brücken bauen über die Ostsee und weiter

Mit diesem Weihnachtsfrieden-Ritual werden Gedanken-Brücken gebaut zwischen Menschen und Orten. Wie das Ritual gestaltet wird, spielt keine große Rolle. Es geht um den inneren Frieden und um die Idee der Lichtbrücken, die verschiedene Länder, Orte und Menschen, Vergangenheit und Zukunft miteinander verbinden sollen. Verbundenheit schafft Frieden. Frieden beginnt mit einer tiefen liebevollen Verbindung zu sich selbst und zum nächsten Umkreis, dann kann er weiter ausstrahlen. In diesem Sinne ist die Anknüpfung an eine alte Tradition hilfreich, da Traditionen an sich eine verbindende und nährende Substanz unter Menschen schaffen können.
Wer sich inspiriert fühlt, mitzumachen, möge sich bitte wenden an:
Christiane Feuerstack (0049-4351-7266802)

Fotos: fognin www.fognin.net