Alchemie des Herzens

copy_0_postkarten-angebot_1_img_1  Schließlich geht es darum, die Begrenzungen selber lieben zu lernen, die Trennung, die Einsamkeit und den Schmerz, sich mit seinen Ängsten zu konfrontieren und sie zu „umarmen“, denn das bedeutet, die Bedingungen des Mensch-seins und der irdischen Entwicklung vollkommen zu akzeptieren und die Erde selber mit Liebe zu durchdringen.

Eine gute „Dehnungsübung für das Herz“ ist der täglich praktizierte Versuch, Dinge oder Menschen lieben zu lernen, die uns eigentlich unangenehm sind. Auch wenn es einige Überwindung kostet, es lohnt sich bestimmt! Die Überwindung erweitert unsere eigenen Grenzen und Verhärtungen, und wir werden erstaunt bemerken, wie sich die Dinge verwandeln, die wir gelernt haben zu lieben. Seine Freunde lieben ist keine Kunst, heißt es in der Bergpredigt, darum „liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.“ Das hilft nicht nur den Feinden, sondern auch uns selbst, den Strom der göttlichen Liebe aufzunehmen.

Doch selbst Menschen die wir lieben, können uns an Grenzen bringen. Welcher Schmerz, wenn die Liebe nicht erwidert wird, oder der geliebte Mensch uns tief verletzt oder verlässt! Auch in solchen Fällen ist es wichtig für die Welt, Liebe auszusenden. Wenn der geliebte Mensch das nicht annehmen oder erwidern kann, wird diese Liebe im Kosmos an die Stelle geleitet, wo sie gebraucht wird. Die Sehnsucht, mit einem geliebten Wesen zu verschmelzen, kann sich auf der Erde nie dauerhaft erfüllen, aber sie kann transzendiert werden in eine Kraft, die Härten im eigenen Herzen zum Schmelzen zu bringen. Auch verhärtete Strukturen zwischen Menschen können durch diese Kraft erweicht und geschmolzen werden. Dieser Prozess kann durch eine Visualisierungsübung unterstützt werden, in der man ein Feuer im eigenen Herzen imaginiert, in dem Verhärtungen verbrannt und geschmolzen werden, und dann über eine Brücke diese Flamme in die anderen Herzen sendet.

Bedingungslose Liebe erfordert viel Geduld mit sich und anderen Menschen. Sie sollte so sein, wie die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Das bedeutet, dem anderen Menschen zu seiner Entfaltung und Selbständigkeit verhelfen, ihn bedingungslos fördern und unterstützen. Manchmal stoßen wir uns an unreifen oder kindlichen Verhaltensweisen anderer Menschen oder machen uns lustig darüber. Dabei vergessen wir oft, dass wir alle solche unreifen Anteile in uns tragen, unsere tiefen Verletzlichkeiten, Empfindlichkeiten und kindlichen Reaktionen. Dieses innere Kind ist aber auch das Werdende in uns, das Zukünftige, Schöpferische. Man soll es nicht verachten oder gering schätzen, sondern das Potenzial erkennen und nach besten Kräften fördern.

cf_balken_cf_karma

copy_0_postkarten-angebot_1_img_6 Mitgefühl kann dabei helfen, das eigene Herz und das den anderen zu stärken. Davon zu unterscheiden ist Mitleid, denn durch Mitleiden wird das Leiden verstärkt statt gemildert. Mitleid kann auch eine Form von Überheblichkeit sein, welche die Entscheidung einer Seele, durch einen schweren Weg Erfahrungen zu gewinnen, nicht achtet. Ein leidender Mensch verdient zunächst einmal Hochachtung statt Bedauern. Achtung ist ein Beitrag zur Unterstützung und Stärkung des Leidenden. Darüber hinaus kann man selbstverständlich prüfen, was getan werden könnte, um das Leiden zu lindern. Tätiges Mitgefühl ist immer am Platz, bedauerndes Mitleid nie. Im Mitgefühl schwingen wir uns auf die Energie eines anderen Menschen ein, erspüren sein tieferes Anliegen, öffnen uns seine Wahrheit, für das was er wirklich braucht, ohne seine Situation zu interpretieren.

Sorgengedanken haben eineebenso schädliche und belastende Wirkung auf uns selbst und den anderen Menschen wie falsches Mitleid und jede Art von Helfersyndrom. Es sind unreife Formen von Liebe, die den Anderen nicht auf seinem Weg zur Freiheit unterstützen, sondern ihn in Gedanken klein machen, entmündigen und entwürdigen. Es ist eine subtile Form von Arroganz, sich mit seinen Sorgengedanken innerlich über den Anderen zu stellen und ihn an unseren eigenen Wertvorstellungen zu messen, denn wir kennen die Beschlüsse seiner Seele nicht, die einen ganz anderen Weg und andere Werte gewählt haben kann, als das was wir für erstrebenswert halten. Durch Sorgen rauben wir uns selbst und dem Anderen Energie, beide werden in ihrer freien Entfaltung behindert.

Wie können wir nun die bleiern lastenden Sorgengedanken in „Gold verwandeln?“

Schließlich lassen sie sich nicht so einfach abstellen, wie wir alle wissen. Sie entspringen einem mächtigen Instinkt, so wie Eifersucht, die ebenfalls eine unreife Form von Liebe darstellt. Als Urinstinkte dienen sie dem Schutz und Überleben der Nachkommenschaft. Beim Menschen können sie entarten und sich ins Gegenteil verkehren.

Eine Möglichkeit der Verwandlung besteht wiederum in der Änderung unserer eigenen Gedanken und Sichtweisen. Der Anlass für unsere Sorgen mag im Außen liegen, die wahre Ursache befindet sich in unserem Inneren, in unserem urteilenden und bewertenden Denken, in eigenem Mangelerleben oder dem einseitigen Blick auf Defizite.

Unsere Gedanken bestimmen nicht nur unsere Wahrnehmungen, sondern haben reale Auswirkungen auf unsere Umgebung. Psychologen haben vor einigen Jahren nachgewiesen, dass die Erwartungshaltung von Lehrern deutliche Auswirkungen auf die Leistung ihrer Schüler haben. Sie führten in einer Klasse Intelligenz- und Leistungstests durch. Danach nannten sie den Lehrern Namen von Schülern, bei denen aufgrund der Tests im nächsten halben Jahr Verbesserungen zu erwarten seien, bei anderen würde es Verschlechterungen geben. Die Namen waren willkürlich ausgewählt, was die Lehrer nicht wussten. Nach einem halben Jahr waren tatsächlich die Prognosen wahr geworden, obwohl es reine Erfindungen waren. So wirken unsere Sorgengedanken auch einschränkend und entmutigend!

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copy_0_postkarten-angebot_1_img_5  Wenn wir denjenigen, um den wir uns sorgen, wirklich unterstützen wollen, schicken wir ihm Gedanken der Ermutigung, Bewunderung und Hochachtung. Wir können uns in Meditationen an seinen Engel wenden oder Heilengel um Unterstützung bitten. Dabei kann es aber auch sichtbar werden, dass die Engel völlig unbesorgt sind oder aber, dass die andere Seele die Hilfe ablehnt, und wir nicht das Recht haben, in ihre Freiheit einzugreifen.

„Schicksalsbeziehungen“ sind nicht nur Beziehungen zu anderen Menschen, sondern auch zu Orten, zu Menschengruppen, zu den Naturreichen, den Hierarchien, zur eigenen Berufung oder Aufgabe, zum eigenen Körper, zu Gedanken und Emotionen, und schließlich zum Leben selbst. Unsere Lebenseinstellung, unsere Wirkungsweise und Entfaltungsmöglichkeiten sind geprägt von unseren karmischen Erfahrungen. Auf allen Ebenen können unsere Beziehungen blockiert oder gestört sein. Es gehört zu den Aufgaben des die Menschenseele begleitenden Engels, die karmisch vorgesehenen Begegnungen zu ermöglichen. Wenn man das Gefühl hat, in unstimmige oder verletzende Beziehungen zu geraten, kann man diesen Führungsengel bitten, das eigene Beziehungsfeld (die Aura) zu klären. Er wird nicht von sich aus tätig, sondern wartet, bis der Mensch selber die Erlaubnis zu einer Reinigung erteilt, wenn er durch körperliche, seelische oder soziale Symptome die Unstimmigkeit seiner Beziehungen erkennt. Durch die Reinigung ändern sich alle Beziehungen, auch die zum eigenen Körper, zu den eigenen Gefühlen und Gedankenformen und die zu anderen Menschen. Bestehende Beziehungen können sich dadurch verbessern oder auch lösen.

Schon im alltäglichen Leben gibt es viele Möglichkeiten, die „Alchemie des Herzens“ zu praktizieren. Eine einfache Übung ist das Lächeln. Wir tun es viel zu selten, dabei kann es geradezu Wunder bewirken und augenblicklich Brücken von Herz zu Herz erschaffen. Es stärkt auch den Energiefluss in uns selbst, ebenso wie Dankbarkeit. Sich immer wieder die vielen Dinge klar zu machen, für die wir dankbar sein können, bringt uns in Verbindung mit lichtvollen Energieströmen, die einen inneren Umwandlungsprozess bewirken können.

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